Aus der Sicht meiner Zwillingsschwester:
Ich sitze rechts sie link, in diesem großen Auto, ein bisschen dreckig alles wie ich bemerke, liegt an meinem Hund.
Ich kann nurnoch an Sie denken, nein ich bin nicht Lesbisch sondern an sie meine Schwester, mein zweites Ich.
Ich sehe sie an wie sie nun links von mir auf der Rückbank sitz und mit ihren Händen den Ring ertastet den sie seit 2 Wochen besitz, er ist nur von H&M und trodzdem trägt sie ihn wie ein Familienerbstück.
Ich bin mir sicher das es 93662158 andere Mädchen gibt die den gleichen Ring in form einer um den Finger gewickelten Feder aus [fake]-Silber an ihrer Hand tragen und sich keine gedanken darüber machen so wie ich gerade, sie fährt mit ihrem Fingernagel jede Rille nach wieder und wieder.
Ihr Blick geht aus dem Fenster aber der Sonnenschutz hindert die sicht stark.An meiner Türseite ist kein Sichtschutz aber mein Blick gild nur ihr.
Sie schaut also aus dem Fenster ein paar sekunden, dann nach vorne, dort wo unsere Eltern sitzen, der Vater färht und die Mutter ist Beifahrer.Sie wechselt ihre Blickrichtung richtung ihrer Hände die immernoch nervös mit dem Ring beschäftigt sind.Sie beist sich auf die Lippe und kramt ihr Handy heraus schreibt ein paar Worte lässt es auf ihren Schoß fallen und richtet ihre Augen wieder richtung Fenster, ihr Blick wandert wieder zu ihren Eltern dann richtung Ring und wieder zum Fenster.
Mein Denken wird durch die kurze Vibration des Handys gestört, ich öffne die sms, und lese: "ich wünschte ich könnte ihre Gesichter sehen"
Ich tue so als ob ich zurückschreibe und erzähle kurz das alle sagen das die Schule total langweilig ist.
Keine Reaktion....Die Eltern sind so angespannt, wir wissen beide das ihre Arbeitszeit draufgeht nur um hier zu fahren, bei Regen mit einem Ziel das niemand gerne erreichen will.
Sie sieht einfach so traurig aus, und alles nimmt mich mit, jede Gestik von ihr lässt mich auf ihr befinden schließen und es kommt garkein Lichtblick dabei vor.
Ich kenne sie so gut und trodzdem verstehe ich nicht wie sie so krank werden konnte.Sie hat kein Astma oder einen Tumor oder so, nein sie ist psysisch krank und total am ende.
Ich wünschte ich könnte ihre Hand nehmen und ihr sagen das alles gut wird, aber dieses Blutleere müde Wesen, dessen Herz ich fast bis hierher hören kann würde mich nicht verstehen.
Das gespräch ist vorbei, wieder sitze ich rechts und sie links, man sieht ihr an dass sie geweint hat.
Man sieht endlich mal rote bäckchen, diese kenne ich bei ihr garnichtmehr..nurnoch diese Blasse haut, blasses verhalten, blasse worte, blasses leben.
Ihr make-up ist verschmiert, hätte sie doch nich so viel aufgetragen, sie ist doch hübsch, sie soll sich nicht so verstecken, nicht denken sie kann alles abdeken.
Wie sie da sitz, sie überlegt wie es weiter geht,wenn sie "stationär" ist.
Ich werde ihr helfen packen, ihr jeden Morgen und Abend eine sms schreiben wie sehr ich sie doch Liebe, wie wichtig sie mir ist, dass sie kämpfen soll..und das ich sie besuchen komme.
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